Tag: Fantasy

Der Hobbit | Das 17. Türchen

Literaturgeleit in der AdventszeitAus aktuellem Anlass widmen wir das 17. Türchen des LePublikateur Adventskalenders dem kleinen Hobbit. Mit seiner Geschichte beginnt eine fantastische Reise, die vier Bücher und unzählige Abenteuer später, sein glückliches Ende findet. Eine Reise, die seit Erscheinen zahlreiche Generationen begleitete, zu Tränen rührte und vor Spannung erzittern ließ. Nun dürfen wir den zweiten Teil der Fantasysaga multimedial erleben.

Der Hobbit: Bilbo Beutlin von Beutelsend

Der Hobbit und der Herr der Ringe

Die wichtigsten Geschichten aus Mittelerde

In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit.” So schlicht wie der Beginn des Buches anmutet, war er zu Anfang auch konstruiert. Die Entstehungsgeschichte ist wohl jedem bekannt, der dem Hobbit einmal zu nahe kam. J. R. R. Tolkien erzählte seinen Kindern die Abenteuer von Bilbo und den Zwergen als Gutenachtgeschichten. Seine Arbeit als Sprachwissenschaftler hielt ihn bald nicht mehr so sehr auf Trab, sodass er die Reise vom Auenland zum Einsamen Berg niederschrieb.

Seit der bald folgenden ersten Veröffentlichung der Hobbit- und Herr der Ringe-Geschichten befassen sich Literaturwissenschaftler, Philosophen und ganze Bevölkerungsgruppen mit den Motiven und Symbolen, die in den Werken verarbeitet wurden. Sprachen, Länder, Historien – alles hat Tolkien erschaffen, um der Mittelerde-Fantastik die nötige Aussagekraft zu geben. Und um so zu erreichen, dass die Leser sich verlieren können in den weiten der Länder und Herrschaften, in den Völkern Mittelerdes und deren Sprachen.

Die Geburt der populären Fantasy: Gewinner gibt es nicht

Wenn der Leser wieder auftaucht, ist er um einige Erfahrungen reicher; Erfahrungen, die einem nur wenige Bücher bieten können. Tolkiens Bücher rund um Mittelerde können es. Denn im Mittelpunkt der Geschehen stehen die Geschöpfe, die Entscheidungen erzwingen und so den Verlauf der Geschichte bestimmen. Geschöpfe, die all die Eigenschaften von uns Menschen widerspiegeln, die guten und die schlechten. Geschöpfe, die versuchen, dieses Gute und Schlechte in der Waage zu halten. Hobbits, die einen Weg finden, das zu erreichen.

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Der König von Narnia | Das fünfte Türchen

Die Könige von NarniaAm fünften Tag öffnen wir das Türchen zur Fantasywelt von Narnia. Das Erzählspektakel von C.S. Lewis hat zahllose Leser und Zuschauer begeistert und rangiert ganz weit oben bei den großen mehrbändigen Erzählwerken für jede Altersklasse. Eusebius Schabernack über die Grautöne zwischen Gut und Böse sowie die Kälte in einem Winter ohne Weihnachtszeit.

„Durch ihre Zauberei ist Narnia immerzu Winter und niemals Weihnachten!“

Was für eine schreckliche Vorstellung! Vor allem Kindern würde diese ziellose Warterei wohl schwer zu schaffen machen, käme der Weihnachtsmann niemals. Was für ein Glück, dass solch schreckliche Zeiten in Büchern immer bekämpft und schlussendlich besiegt werden können. Der uralte Kampf des Lichts gegen die Dunkelheit – oder in diesem Fall der Wärme gegen die Kälte. Es kann nicht eins ohne das andere geben, aber man ist doch bei jedem neuen Abenteuer froh, wenn die „Guten“ gewinnen.

Aber was ist, wenn nicht eindeutig zu bestimmen ist, wer gut und wer böse ist? Wenn es, wie im wahren Leben, Grautöne und ein „Dazwischen“ gibt? Was wäre zum Beispiel, wenn die böse weiße Hexe des Königs von Narnia eine schwere Kindheit und Eltern hatte, die nie für sie da waren? Wenn sie immer schrill-bunte Kleidung tragen musste, sodass die Farbe weiß ihr eine Zuflucht war? Wenn sie zaubern als Selbstverteidigung gegen Aufdringlichkeiten lernen musste, und dann langsam die Grenze zwischen Verteidigung und Angriff verschwammen?

Der König von Narnia

Die Könige von Narnia sowie die weiteren Bände (© Caroline Brand)

Gut gegen Albträume

Genau aus diesem Grund entfliehen wir der Realität so gerne in Buch und Film. Dort sind die Verhältnisse klar, kein anstrengendes Abwägen notwendig, und nur wenige Dinge zu berücksichtigen. Am Ende gewinnen (hoffentlich) die Guten und man kann beruhigt nach Hause und ins Bett gehen, ohne Albträume fürchten zu müssen. Hoffen wir also, dass es sie weiter gibt, die Geschichten, in denen das Gute siegt. In denen der lange Winter endlich ein Ende findet. Denn dann kommt er schließlich doch, der Weihnachtsmann, der die Geschenke und die Wärme bringt.

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