Das Ende des literarischen AdventskalendersSie haben Ihr Ziel erreicht: Mit dem 24. Türchen endet der literarische Adventskalender und Weihnachten darf genossen werden. All die schönen Bücher, die beschriebene Besinnlichkeit und Lesezeit warten nun. Das Türchen offenbart außerdem unseren letzten Typoeten für dieses Jahr: Charles Dickens. Es gäbe wohl keinen Dichter, der an Weihnachten besser passte.

Charles Dickens Weihnachtslied in Prosa

Charles Dickens als Typoet

Charles Dickens als Typoet

Charles Dickens Weihnachtsgeschichte ist der Klassiker unter den Erzählungen, die zu Weihnachten vorgelesen, gesehen oder nacherzählt werden. Es gibt sie in zahlreichen Varianten, von Hörspielen über Bühnenfassungen bis hin zu Filmen – und selbstverständlich in verschiedenen Übersetzungen das Buch selbst. Wo der Geschmack die Geister scheiden mag, bleiben sich alle, die die Geschichte kennen, bei einer Sache gleich: A Christmas Carol ist Literatur, die zeitlos schön ist.

Ebenezer Scrooge und Weihnachten

Die drei Geister, die den Kauz und Menschenhasser Ebenezer Scrooge heimsuchen, haben sich in vielen Köpfen festgebrannt, seit sie die Geschichte hörten.  Dabei ist oft noch nicht einmal bekannt, dass Charles Dickens hinter diesem Werk steckt. Jedoch lohnt es sich, einmal die Originallektüre zu lesen. Sie ist weder ausladend noch langatmig und schon gar nicht penetrant weltverbessernt. A Christmas Carol betört durch die geradlinige Erzählung und lebt durch die lebendige Sprache, in der Dickens all seinen Werke zu verfassen wusste.

Und wenngleich diese Beschreibung überholt klingt, hier trifft sie passend: Das Werk hat nicht an Aktualität verloren. Der Groll der Gesellschaft auf sich selbst scheint nur gewachsen zu sein. Wie jedes Jahr bleibt zu hoffen, dass die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht zum Mahnen erscheinen. Wenn nicht real, dann doch wenigstens gedruckt.

LePublikateur wünscht ein frohes Weihnachtsfest!

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